
Gartenarchiv 2023
mein erstes Gartenjahr
Zwischenstand
Das
heurige Getreide, eine Gerstensorte, wurde im Juli geerntet. Die
Benediktinenkräuter konnten sich gut entwickeln, ihr Saatgut wird nun
geerntet. Genauso ist es mit Lein, Kornrade, Kuhnelke, Schwarzkümmel und
Schopf-Salbei. Bei der Haferwurz keimten wsl. alle, sie werden nächstes Jahr
nach einer Umpflanzung blühen. Weniger gut ging die Saat von Heide-Nelke,
Goldmohn, Färberkamille und Kümmel auf. Gar nichts wurde Türkischer Drachenkopf.
Kurioses
Die Dipsacus sylvestris, die letztes Jahr im Oktober ausgesät wurden und ein Monat darauf umgepflanzt worden sind, verbleiben im Rosettenstadium. Genauso geht es einer prächtigen Dianthus armeria und einer Verbascum thapsus. Das bestätigt wieder die Aussage von Ernst Rieger, dass man doch eine Spätsommeransaat und keine Herbstansaat machen solle. Die Pflanzen, die zu spät vor dem Winter Fuß gefasst haben und normalerweise ab dem zweiten Jahr blühen, blühen entweder nächstes Jahr nur zaghaft oder überlegen es sich anders und brauchen eineinhalb Jahre bis zur Blüte. Geduld lässt sich beim Gärtnern lernen.
Was macht 2023 für mich besonders?

Es ist das erste vollständige Gartenjahr, in dem ich mehr als nur Sonnenblumen, Paradeisern und Cosmeen kultiviere (ausgenommen von den Blumenwiesen-Pflanzen). Mit Sommer 2022 begann eigentlich schon das Anpflanzen von anderen Pflanzen. Besonders froh bin ich hier über den Guten Heinrich, davon konnte ich zwei Pflanzen von sehr wenig Saatgut aufziehen. Aussaat- & Gartenplan sind erstellt, doch wie es mit der Umsetzung aussehen wird, zeigt die Zukunft.

Bereits vorhandene Pflanzen
In unserem Garten konnten schon zahlreiche Pflanzen gedeihen. Mit den letzten Jahren wurde diese Fläche aber immer weniger und auch mit nur wenig verschiedenen Pflanzen bestückt. Ein nahezu vollkommen offener Boden wie die letzten Jahre zur Maisaussaat soll nicht mehr vorkommen. Sondern so ähnlich, wie es Bilder aus früheren Zeiten zeigen.
Der Garten startet durch meine Arbeiten im Herbst 2022 im Vergleich zu den letzten Jahren schon bewachsen u.a. mit Gutem Heinrich, Barbarakraut, Porree, Kerbelrüben, Knoblauch, Wildblumen, einjährigem und mehrjährigem Silberblatt und Gründüngungspflanzen in das neue Gartenjahr.
Erste Arbeiten im Jahr
Anfang März wurde der laubbedeckte Gartenboden abgeräumt, wo im Winter keine Pflanzen standen, sodass sich der Boden aufwärmt und damit auch ideal für die Direktsaaten vorbereitet ist. Mitte März wurden die ersten Saaten direkt ausgesät.
Hat man markgefüllte Pflanzen im Garten, kann man diese jetzt einfach anschneiden. Wildbienen und andere kleine Tiere nutzen dann Pflanzen wie Eibisch, Brombeer oder Königskerze als Behausung. Bei Königskerzen ist das Anschneiden jedoch nicht unbedingt nötig.
Die Kohlrabi bilden Blütenknospen aus und dürfen im Sinne der Samengärtnerei im März hinaus gepflanzt werden.
Salat-Ernte

Im April und Mai gibt es viele Salate, die zur Ernte bereit stehen. Gemischt mit jungen Brokkoliblättern und -knospen, Barbarakraut, Hirschhornwegerich und ein wenig Schildampfer ergibt das eine gute Salatmischung.


